Juliensblog

Die Top 5 Pro-Juliensblog-Thesen

1. „Du verstehst nicht was schwarzer Humor ist.“

Im schwarzen Humor geht es darum, tief verwurzelte gesellschaftliche Tabus, wie Tod, Krankheiten, Behinderungen, Perversionen und Katastrophen und die damit verbundenen Ängste mithilfe eines Tabubruchs lächerlich zu machen. Man kann diese Lächerlichkeit sachlich fundiert und mit Verantwortungsbewusstsein hervorrufen. In der Regel hat schwarzer Humor außerdem die Funktion, auf gesellschaftliche Phänomene kritisch aufmerksam zu machen, ihre Absurdität auf den Punkt zu bringen, und dadurch ein Reflektieren beim Zuschauer auszulösen. Allerdings lässt Julien diese Funktion, diese sachliche Fundierung und das Verantwortungsbewusstsein völlig außer Acht. Es geht hier nicht um guten Geschmack, es geht darum ob Julien wirklich schwarzen Humor betreibt und das tut er nicht wenn man genau hinsieht. Es ist viel eher „Sick Comedy„, denn Julien geht es nur um die möglichst größte Schockwirkung, weil das am meisten Polarisation, Klicks und damit Geld bringt.

2. „Er übertreibt doch nur, nimm das nicht so ernst, in Wirklichkeit ist er ganz anders.“

Julien deklariert seine Videos immer wieder selbst mit derartigen Warnhinweisen, weil niemand mehr weiß ob  er  nun etwas wirklich  so meint wie er es sagt oder ob es nur wieder Schwachsinn ist, der als „Satire“ verkauft werden soll, obwohl keinerlei Pointe zu erkennen ist. Insofern ist schon klar, dass er vieles gar nicht mehr Ernst meinen kann, weil er durchgehend übertreibt, die maximale Schockwirkung sucht usw. Allerdings gibt es auch etliche Beiträge die sowohl von Ernsthaftigkeit als auch von dem ihm sogenannten „schwarzen Humor“ leben. Letztlich spielt es aber keine Rolle wie er es meint, die Frage ist doch, wie kommt es an, was löst es aus und da muss man feststellen: Seine Beiträge verhalten sich eher destruktiv als konstruktiv, denn seine Zuschauer werden in ihren Vorurteilen bestätigt, sie gelangen durch ihn nicht zu einer Hinterfragung. Bei ihm kann man das größte Arschloch sein und sich dabei wohl fühlen, darin besteht die „Unterhaltung“ womit wir auch schon bei Nummero 3 wären:

3. „Das ist bloss Unterhaltung.“

Wie kaputt muss man sein, um Formulierungen wie „an aidsverreckende Schokobabys“ lustig zu finden? Mit seinen menschenverachtenden Provokationen etabliert er ein Klima der Angst und Ausgrenzung gegenüber den Schwächsten in der Gesellschaft und etabliert bei seinen Beiträgen und auch bei den Zuschauern den Eindruck, dass das richtig und vernünftig ist. Wer hierüber lacht teilt seine Praxis der Ausgrenzung von Schwächeren. Wer soetwas mit Unterhaltung rechtfertigen will, der will sich bloss immun für Kritik machen, sich seinen eigenen Denkfehlern nicht stellen.

4. „Er provoziert um auf Themen aufmerksam zu machen.“

Dadurch, dass er in seinen Videos keinerlei ernsthafte, fundierte Kritik unterbringt, sondern in nahezu allen Formulierungen auf maximale Polarisation abzielt, löst er keine Reflektion beim Zuschauer aus, sondern bestätigt nur dessen Ansicht und die wird dann in den Kommentaren unter den Videos auch geäußert. Hängen bleiben bei Juliensvideos dessen Beschimpfungen und wie bereits bei 2. erwähnt, bestätigt er die Vorurteile der Zuschauer damit. Darüberhinaus begreift er oft gar nicht was er kritisiert oder kritisiert viel zu kurzsichtig. Insofern sollte er das wohl lieber den üblichen Massenmedien überlassen, auf bestimmte Themen aufmerksam zu machen, weil die sich zumindest ordentliche Recherche erlauben und sinnlose Beschimpfungen sparen.

5. „Du bist ein Moralapostel/Gutmensch/Lappen.“ Oder wie Julien früher auf seiner Hateblogseite meinte: „Dummes Jugenschutzgelaber für Moralschwuchteln“

Es geht nicht darum was anstößig ist, was man machen darf oder nicht, sondern was falsch oder dumm ist, und in einer Katastrophe münden kann, wenn man es weiter verfolgt.

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Ein Kommentar zu “Die Top 5 Pro-Juliensblog-Thesen

  1. Pingback: “DSDS (RTL-Zensiert)” – Hateblog | Julienswatchblog

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