Juliensblog

„Auschwitz funktioniert doch gar nicht mehr“ – Juliensblog im Interview

Julien möchte sich im Interview als unschuldigen, wertneutralen Witzeerzähler verstanden wissen, der zwar „schwarzen Humor“ im offenbar luftleeren außergesellschaftlichen Raum benutzt, aber eben nicht alles so meine, wie er es in seinen Videos oder sonstwo halte. Er ist entweder wirklich blind gegenüber der Ideologie, die die Grundlage seines Humor bildet oder er will sie hinter dem Eitkett des Humors versteckt wissen.

Im Interview jedenfalls schwankt er erneut absichtlich zwischen Ernst und Übertreibungen, Fiktion und Realität, um nicht für seine Verantwortungslosigkeit zurechtgewiesen werden zu können. Das Problem ist nur, dass man letzteres trotzdem tun kann, indem man einfach seine Logik entlarvt, die sexistisch, rassistisch und faschistoid ist, egal wie sehr er sie offensichtlich zu ironisieren und zu verharmlosen sucht. Auf dieser menschenverachtenden Logik basiert sein erfolgreiches Geschäftsmodell, damit transportiert und popularisiert er den Hass der deutschen Angepassten auf die Schwächsten der Gesellschaft oder jene die eine möglichst große Projektionsfläche aufgrund ihres Non-Konformismus aufweisen, der gar nicht so unglaublich groß sein muss, wie man anhand der GDL erkennen kann. Und da kann es jeden treffen, der dem deutschen Volkskörper auch nur fiktiv Schaden zugefügt haben könnte. Jetzt eben die Gewerkschaftler.

Man wird ja noch mal n‘ schönen Judenwitz machen dürfen…

Naja gut, das ist mir klar, dass in Deutschland gleich jedem die Scheide juckt, sobald man den Holocaust erwähnt, aber da sollte man auch nicht so einen großen Stock im Arsch haben. Ich mein es ist so offensichtlich übertrieben und es ist auch ein fiktives Szenario. Also hier wird nicht aufgerufen irgendwie äh irgendwen tatsächlich zu vergasen, weil äh Auschwitz funktioniert doch gar nicht mehr.“ (Julien im Interview mit dasDing vom 20.05.2015)

Es klingt fast wie ein Bedauern: „Auschwitz funktioniert doch gar nicht mehr!“  Offensichtlich beginnt für Julien Antisemitismus erst bei der Shoa. “Vergasen sollte man diese Mistviecher. Wisst ihr noch wie die Juden nach Auschwitz transportiert wurden? Man sollte die Zugführer alle da hinbringen. Ich fahr auch den Zug und zwar umsonst. Und werde nicht einmal streiken.” Das ist also für Julien kein Aufruf „irgendwie äh irgendwen tatsächlich zu vergasen„, weil die technischen Voraussetzungen in Auschwitz dafür nicht mehr vorhanden sind? Eben weil „Auschwitz“ doch gar nicht mehr „funktioniert“ dürfe man laut Juliens Logik solange antisemitisch daher reden bis Auschwitz und dessen Konzentrationslager wieder funktioniert.

Ihm scheint überhaupt nicht klar zu sein, wie seine Metaphern funktionieren und was für eine ekelhafte Bedeutung seine Formulierungen überhaupt haben. Ja, keiner hat geglaubt, dass er mit dem Zug real irgendwohin fährt, aber dass er die Lokführer derart verabscheut, dass er sie mit antisemitischen „Übertreibungen“ bzw. blutrünstigen Hasstiraden bedenkt, spricht für seine faschistoide Ideologie, die er noch so häufig als „schwarzen Humor“ oder Fiktion entschuldigen kann, aber sie dadurch noch lange nicht inexistent macht.

Seit Jahren wiederholt er diesen Dreck und keiner stoppt ihn, das freut ihn. Stolz verkündet er: „Ich werd wirklich wegen jedem Video konsequent angezeigt. Da passiert eigentlich nie was und das ist auch gut so, weil es gibt keine Grundlage dafür. Ich meine, wofür soll man mich denn jetzt anzeigen? Das ich n‘.. Das ich n’…Das ich einen schönen Witz gemacht hab?“  Welche Grundlage? Faschistoide Ideologie. Die ist hierzulande verboten, wenngleich nicht sehr konsequent, wie man an Juliens Fall aber auch an dem von Jürgen Elsässer bedauerlicherweise sehr gut erkennen kann. Das was Julien denkt und empfindet ist eben auch ein gesamtgesellschaftliches Problem, – keine Frage. Aber er ist populär, die Kinder und Jugendlichen hören ihm zu und deswegen muss man ihn kritisieren.

Wo ist also seine faschistoide Logik? Julien macht die Zugführer zu den Juden, wenn er sagt, er wollte „“die Zugführer von heute zu Zugpassagieren von damals” erklären und versteht das gleichzeitig nicht als Verharmlosung der Shoa oder als Volksverhetzung, obwohl er einen GDL-Streik mit dem einzigartigen industriellen Massenmord an den Juden gleichsetzt und eine spezifische Gruppe mit mörderischen Hasstiraden übersät.

Man muss hier mindestens einen strukturellen Antisemitismus konstatieren, weil die Juden zwar nicht explizit als Subjekt seiner Pointe gelten, sondern die systemische, antisemitische Vernichtung von Menschen. Anstelle der Juden müssen die Zugführer explizit für die Vernichtung herhalten, weil sie als Volksschädlinge identifiziert wurden. Julien spricht schliesslich nicht grundlos immer wieder von den wirtschaftlichen Schäden. Er will das Kapital schützen, nicht die Menschen. Das ersetzen der Zugführer anstelle der Juden ist im Grunde genommen so, wie es in der Querfront der Montagsdemos abgeht, wenn sie gegen die FED bzw. die Banken hetzen und die für das Übel der Welt verantwortlich machen. Der deutsche Antisemit hat nach der Shoa gelernt seinen Antisemitismus hinter Codes zu verdecken, – das kann sowohl absichtlich wie auch unabsichtlich erfolgen.

Auf welcher Grundlage die Witzigkeit seiner vermeintlichen Pointen liegt kommt ihm gar nicht in den Sinn. Das er mit seiner Meinung vielmehr den ideologischen Brandstifter gibt und zumindest verbal für ein Klima der Angst und Ausgrenzung sorgt, Millionen von Kids dementsprechend mit Hass umgarnt, bearbeitet und prägt, damit also viel schlimmer ist als die GDL, scheint ihm nicht aufzufallen. Juliens Duktus nach der Logik ‚Man wird ja noch mal n‘ Witz machen dürfen…‘ ist seine Variante der ‚das wird man ja wohl noch sagen dürfen‚-Äußerungen von reaktionären, rassistischen Wutbürger von Bild, Pegida bis Sarrazin. Hier besteht die Querfront zwischen Montagsdemos und Youtube.

Gewerkschafter sind Terroristen?

Die Schuldigen sieht Julien im Interview nachwievor auch ganz ohne „schwarzen Humor„, den man hinterher gar nicht so meint, bei der GDL, die er wie im Video in die Nähe von Terroristen rückt: „Das grenzt schon an Terrorismus was die machen,“ schimpft er entrüstet. Und er versucht sich an die Fakten: „Ich bin nicht derjenige, der das ganze Land lahmlebt-legt, ääh für Stau sorgt, jeden Tag hundert Millionen ääh äh Schaden verursacht, wirtschaftlichen Schaden.“ Ein Streik, der nicht weh tut ist kein Streik. Ohne Streiks hätten wir eine 72-Stunden Woche wie im Jahr 1871. Und was heißt hier „das ganze Land?“ „Der Anteil der Schiene im Personenverkehr liegt bei sieben Prozent, im Güterverkehr bei 14 Prozent. Nach Adam Riese bleiben damit 93 Prozent oder 86 Prozent von „Deutschland“ auf alle Fälle mobil.“ (Quelle: Labournet)

Julien sollte sich mal überlegen wie der Konzern die Lohnabhängigen schädigt: „Die Arbeit der Noch-Beschäftigten [Der Deutschen Bahn] hat sich enorm verdichtet. Diese schieben einen ständig wachsenden Berg von derzeit rund 8 Millionen Überstunden vor sich her. Allein von Ende 2012 auf Ende 2013 wuchs der Überstundenberg um 400 000 Stunden.“ (Quelle:  Labournet) Übrigens steht in derselben Quelle folgendes sehr treffend: „Mal ehrlich, Herr Grube! Wieviel Milliarden Euro haben Sie allein seit Ihrem Amtsantritt versenkt und bahnfremd ausgegeben – z.B. mit dem 3 Milliarden Euro teuren Aufkauf des britischen Busbetreibers Arriva! Und haben Sie im April 2013 nicht Ja gesagt dazu, dass die Bahn in Stuttgart zwei Milliarden Euro mehr, bis zu 6,8 Milliarden Euro, dafür investiert, dass der Bahnknoten mit dem Projekt Stuttgart 21 rund 30 Prozent seiner Kapazität verliert?!“ Und abgesehen davon: „Bahnchef Rüdiger Grube verdiente 2012 rund 221.000 Euro monatlich; dafür muss ein Lokführer sechs Jahre lang schuften.“ (Quelle: Heise)

Also selbst wenn man auf dem wirtschaftlichen Schaden zu sprechen kommt, muss man bilanzieren, dass die Deutsche Bahn wesentlich größere Verluste durch ihr Management verursacht hat als durch jene Lohnabhängigen, die die Gewinne überhaupt erst erzeugt haben. Überhaupt sollte er mal den wirtschaftlichen Schaden berechnen, der in den Jahrzehnten entstanden ist, weil die Bahn zu spät gekommen ist. Viel Spaß beim rechnen! Und auch wenn entgegen allen Gesetzen der Rationalität  selbst das nicht gelten lässt, verhilft die vermeintliche Dummheit der anderen (GDL) noch lange nicht der eigenen also Juliens dummen Logik zu einer qualitativen Besserung.

Wer rassistische Witze feiert, der ist Rassist

In seinem dasDing-Interview verhöhnt er uneinsichtig Tuğçe Albayrak, eine 22-jährige deutsch-türkische Lehramtsstudentin, die durch eine Gewalttat am 28. November 2014 verstarb, weil sie couragiert gegen Gewalt einschritt und ganz im totalen Gegensatz zu ihm den Mut und die Intelligenz hatte sich der Dummheit entgegenzustellen. Er brüstet sich wörtlich: „Das Video ist der größte Hit seit Tuğçe“ und freut sich sichtlich über die Aufmerksamkeit, den er noch im Eingang des Videos gar nicht wahrgenommen haben will („Habe ich nichts von mitbekommen.„):  „Ich les das hier überall: Stern, Focus alle reden darüber. Ich denk so: Hä? Oke, kann ich jetzt nicht verstehen.“ Ja, die Dummheit scheint ihm im Affekt erinnerungslos aus dem Mund zu purzeln, so wie einem Betrunkenen das Erbrochene. Genauso wie die dadurch erworbenen Geldscheine wie durch Geisterhand in seine Hosentasche hinein flattern, – so als Stünde hinter der Hetze nicht blanke Berechnung, – so als würde er nicht jedem Video seine menschenverachtenden T-Shirts anhängen.

Es passt zu seiner rassistischen Ideologie Migranten zu beschimpfen, das hat er schon vor Jahren im Hateblog so gehalten. Da hies es gegenüber den „kriminellen Ausländern“ und den „Dreckskanaken„, er wolle “den dämlichen Scheißhaufen ins Krankenhaus treten, ihm solange in die Schnauze hauen bis keine Zähne mehr da sind und ihnen das Rückrad aus dem Hals holen.“ Aber wie formuliert Julien es im heutigen dasDing-Interview? „Also ich finde, wenn man nichts schlimmes da meint, dann-dann hat man, dann ist es auch nicht so schlimm. Wenn man jetzt wirklich übertrieben da rangeht und sagt: Oke, ich will jetzt wie den komplett übertriebenen Schaden zufügen. Ich will das die jetzt alle zusammengeschlagen werden auf der Straße oder so. So, dann-dann vielleicht schon.“  Huch! Abgesehen davon hat er mehrfach Euthanasie befürwortet. Schlimm genug?

Das ist schwarzer Humor. Das findest Du nicht witzig, aber das ist witzig.“ Was das heißt? Wer rassistische sogenannte schwarzhumorige Gags wie „Das Video ist der größte Hit seit Tuğçe“ witzig findet, der ist rassistisch. Wer Juliensblog witzig findet, der darf ohne Zweifel von sich behaupten mindestens so reaktionär, ressentimentbeladen und barbarisch zu sein wie Julien höchstselbst, denn in jedem Witz steckt ein wahrer und in diesem Fall ekelerregender Kern: Der blanke Hass auf die Zivilisation. Der Interviewer war übrigens vollkommen mit Juliens menschenverachtenden Irrsinn überfordert. Schade, hier wurde die Chance verpasst, ihm den Spiegel so vorzuhalten wie guter Journalismus es eigentlich kann. Auch das ist Elend.

Fazit: Juliensblog „schwarzer Humor“ ist in Wahrheit brauner Humor. Wer rassistische Witze witzig findet, der ist Rassist. Wer antisemitische Witze witzig findet, der ist Antisemit. Wer verfassungstreue Gewerkschaftler als Terroristen bezeichnet, der ist ein Feind des Grundgesetzes. Und wer mit all dem auch noch Geld macht, der ist Kapitalist.

Das gesamte Interview als Text:

Moderator:Du dürftest gerade in einem Shitstorm ertrinken!?

Julien: „Nö, wieso? Habe ich nichts von mitbekommen.“

Moderator:Ja, also Du sagst in dem Youtube Video: ‚Man sollte die Lokführer wie die Juden in Ausschwitz vergasen‘. Ist das jetzt Ernst gemeint?

Julien:Nah, quatsch. Auf gar keinen Fall. Also man sollte auf gar keinen Fall Lokführer vergasen. Man sollte sie maximal erschiessen. [Gelächter]“

Moderator:Alter.

Julien:Nein, quatsch. Auch natürlich Blödsinn, äh, natürlich sollte man überhaupt gar nichts machen gegen Lokführer. Das ist völlige Übertreibung. Das ist einfach nur Übertreibung.

Moderator:Ey, ganz ehrlich Alter, das kannste halt nicht machen, ne? Also schon bisschen..

Julien: „Naja.“

Moderator:..es ist schon zu krass. Einfach. Findste nicht?

Julien: „Naja gut, das ist mir klar, dass in Deutschland gleich jedem die Scheide juckt, sobald man den Holocaust erwähnt, aber da sollte man auch nicht so einen großen Stock im Arsch haben. Ich mein es ist so offensichtlich übertrieben und es ist auch ein fiktives Szenario. Also hier wird nicht aufgerufen irgendwie äh irgendwen tatsächlich zu vergasen, weil äh Auschwitz funktioniert doch gar nicht mehr.“

Moderator:Ja, aber…

Julien: „Das man da irgendwen hinstellt und den vergast, das ist ja wohl absolut realitätsfern und das ich n‘ Zug fahre das ist ja wohl auch.. ..also das ist alles so an den Haaren herbeigezogen und..“

Moderator:Ja, natürlich, aber das hin oder her. Es ist natürlich einfach ein krasser Vergleich. Darüber macht man halt einfach keine Witze. Das müsstest Du ja eigentlich mitbekommen haben. Das passiert ja immer wieder mal und dann..

Julien: „Das ist doch der Sinn von schwarzen Humor: Das man Witze macht über die man keine Witze machen sollte.“

Moderator:Ja, aber ich glaube..

Julien: „So!“

Moderator:..bei dem Thema..

Julien:  „..so Sachen sind..“

Moderator:..darf man das einfach nicht.

Julien: „Das ist deine Meinung,…“

Moderator:Okay.

Julien: „aber äh.. Das ist das halt. Ne, also. Schwarzer Humor is.. ist Sinn der Sache, dass man sich über Sachen lustig macht äh die man, die nicht witzig sind. Das Video ist der größte Hit seit Tuğçe“

Moderator:Jetzt ist es ja.. Jetzt

Julien: „Das ist schwarzer Humor. Das findest Du nicht witzig, aber das ist witzig.“

Moderator:Ja, aber in.. Ich finds deswegen, weil ähm was verharmlost, was nicht zu verharmlosen ist.

Julien: „Das ist der Sinn hinter schwarzen Humor. Man verharmlost Sachen…“

Moderator:Nee finde ich nicht.

Julien: „..die überhaupt nicht.. Also, die mega schlimm sind. Man macht, was weiß ich, 11. September oder sonst was. Macht man alles Witze drüber, meint das nicht so, verharmlost das, aber das ist ja der schwarze Humor, dann ist einfach schwarzer Humor nichts für dich.“

Moderator:Ach Du eigentlich bin ich da..

Julien: „Du kannst mir doch nicht erzählen, dass Du noch nie bei einem schlimmen Witz gelacht hast.“

Moderator:Ach.. Julien bei mir in der Show passiert das ständig, also völlig okay. Ich liebe schwarzen Humor. Ich bin der größte Fan davon, aber ich glaube es gibt einfach eine Grenze, die darf man nicht überschreiten.  Und ähm ich mein die Quittung haste jetzt auch quasi schon bekommen: Du bist angezeigt worden. Die Polizei ermittelt jetzt gegen Dich und das ist Dir völlig Wumpe!?

Julien: „Ja! Ja, das ist lächerlich. Ich werd wegen jedem Video angezeigt. Also ich werd wirklich wegen jedem Video konsequent angezeigt. Da passiert eigentlich nie was und das ist auch gut so, weil es gibt keine Grundlage dafür. Ich meine, wofür soll man mich denn jetzt anzeigen? Das ich n‘.. Das ich n’…Das ich einen schönen Witz gemacht hab? Ich hab ja.. das ja also ähäh also das ist ja jedem klar, dass es ein Witz und da wenn, wenn ich dafür jetzt wirklich übertrieben äh äh Strafe kriege, dann dann ist ja schon irgendetwas verkehrt, weil ich mein‘, ich-ich bin nicht derjenige, der das ganze Land lahmlebt-legt, ääh für Stau sorgt, jeden Tag hundert Millionen ääh äh Schaden verursacht, wirtschaftlichen Schaden. Das ist, das ist schon das nah, das grenzt schon an Terrorismus was die machen. Und Ich.. Ich mach nur einen Witz. „

Moderator:Ganz ehrlich, ersten Mal finde ich, stufst Du einen ganzen, Du machst Dich über einen ganzen Berufsstand lustig, den darf man erstens Mal nich so eins mega mitgeben. Also so krass. Und dann, dann verharmlost Du den Holocaust und das finde ich ist nicht okay. Jetzt die Frage:

Julien: „…ich hab den Holocaust jetzt nicht wirklich verharmlost.“

Moderator:Wenn Du einen Witz darüber machst, machst Du das automatisch. Die Frage ist..

Julien: „Ja.“

Moderator:Hast Du damit gerechnet? War das kalkuliert, das die Reaktionen auch so krass sind?

Julien: „Überhaupt nicht! Überhaupt nicht. Also das hat mich jetzt.. Also ich mein, das Video geht jetzt nicht mehr ab als n‘ anderes Video von mir. Nur die Diskussion drumherum, die ist irgendwie tatsächlich viel größer als sonst. Also ich..ich les das hier überall: Stern, Focus alle reden darüber. Ich denk so: Hä? Oke, kann ich jetzt nicht verstehen. Ich mein‘ Ja..“

Moderator:Aber..

Julien: „Wahrscheinlich, weil das Thema gerade in aller Munde ist, wie meine Eichel.“

Moderator:Aber alle ärgern sich ja auch über Dich und alle finden es scheiße. Und das ist nicht der Moment wo Du sagst: Oh Moment, vielleicht habe ich was falsch gemacht?

Julien: „Also ich seh das halt einfach nicht so. Ich seh das nicht so, dass ich irgendetwas großartig falsch gemacht hab. Es ist ja.. Es ist ja immer so wie man es meint. Also ich finde, wenn man nichts schlimmes da meint, dann-dann hat man, dann ist es auch nicht so schlimm. Wenn man jetzt wirklich übertrieben da rangeht und sagt: Oke, ich will jetzt wie den komplett übertriebenen Schaden zufügen. Ich will das die jetzt alle zusammengeschlagen werden auf der Straße oder so. So, dann-dann vielleicht schon.“

Moderator:Äh, was machst Du jetzt? Wirst Du das Video runternehmen oder bleibt das online?

Julien: „Das Video bleibt online bis Youtube, weil das sind auch ein paar Mädchen leider. Die werden wahrscheinlich einknicken, vor der Justiz und so, die werden das dann runternehmen, aber ich  werde das nicht runternehmen.“

Moderator:Ich finde nicht, dass das was mit weich sein zutun hat und ich weiß nicht: Es.. Man darf einfach keine Witze darüber machen. Ist meine Meinung. Äh. Ich dank Dir, dass Du bei mir in dir Show warst und alles Gute für dich!

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3 Kommentare zu “„Auschwitz funktioniert doch gar nicht mehr“ – Juliensblog im Interview

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